Frontring-Maße von Zusatzinstrumenten: Welcher Doppel- oder Dreifach-Pod passt?
Passen meine Instrumente nebeneinander in einen Doppel- oder Dreifach-Pod?
Ja, wenn der Außendurchmesser des Frontrings nicht größer ist als der Mittenabstand der Bohrungen – sonst stoßen die Ringe aneinander. Ein Defi 52 hat laut Handbuch einen Frontring von 58,3 mm, ein Defi 60 von 66,3 mm. Unsere Doppel- und Dreifach-Pods haben Mittenabstände von 55,5 bis 124 mm; für breite Frontringe gibt es bei mehreren Fahrzeugblenden eine Variante „breit“ mit 59 mm Abstand.
- Defi 52
- Frontring Ø 58,3 mm (Handbuch ADVANCE BF/CR)
- Defi 60
- Frontring Ø 66,3 mm, Gehäuse Ø 60 mm (Handbuch ADVANCE BF/CR)
- Regel
- Frontring-Ø ≤ Mittenabstand der Bohrungen
- Unsere Abstände
- 55,5 bis 124 mm, Variante „breit“ 59 mm (Astra G mit drei Instrumenten 59,5 mm)
- Bohrung
- 52,79 mm für 52-mm-Gehäuse, 60,4 mm für 60-mm-Gehäuse
Gehäuse oder Frontring?
Ein Zusatzinstrument hat zwei Maße, die zählen: das Gehäuse, das in der Bohrung steckt, und den Frontring vorn, der auf dem Pod aufliegt. Für einen einzelnen Pod reicht es, wenn das Gehäuse passt. Sobald zwei oder drei Instrumente nebeneinander sitzen, entscheidet der Frontring: Ist er breiter als der Abstand zwischen den Bohrungsmitten, stoßen die Ringe aneinander und die Instrumente gehen nicht beide hinein.
Die Regel ist einfach: Frontring-Ø ≤ Mittenabstand. Auf unseren Produktseiten steht dieser Abstand als „höchstens Ø … mm je Instrument“.

Belegte Ringmaße
Für Defi gibt es eine Maßzeichnung im Handbuch der Serie ADVANCE BF/CR (Defi-Handbuch bei manualsdir.com):
| Instrument | Gehäuse | Frontring |
|---|---|---|
| Defi 52 | 52 mm | Ø 58,3 mm |
| Defi 60 | 60 mm | Ø 66,3 mm |
„Gauge size“ meint dort den Gehäusedurchmesser. Ein Defi 60 ist also nicht nur vorne größer, sondern braucht eine Bohrung für ein 60-mm-Gehäuse (bei uns 60,4 mm). Für andere Marken haben wir keine belegten Herstellerangaben – bitte selbst messen.
Mittenabstände unserer Doppel- und Dreifach-Pods
| Produkt | Instrumente | Mittenabstand = größter Frontring | Defi 52 (58,3 mm) |
|---|---|---|---|
| Blenden für Volvo 240, VW Käfer, VW Polo 9N, VW T2 Bay, Opel Astra G | 2 (Astra G auch 3) | 55,5 mm | nur Variante „breit“ (59 mm; Astra G mit 3 Instrumenten 59,5 mm) |
| 2-DIN-Blende bündig | 3 | 57 mm | nein |
| Mercedes-W123-Platte | 2 | 58 mm | nur Variante „breit“ (59 mm) |
| VW-T4-Aschenbecherblende | 2 | 58,5 mm | ja, knapp |
| 1-DIN-Blende, Porsche-996-Blende | 2 oder 3 | 59,5 mm | ja, knapp |
| Doppel-Becherhalter-Pod, Doppel-Lenksäulen-Pod (52-mm-Variante), Dreifach-Armaturenbrett-Pod | 2 bzw. 3 | 60,5 mm | ja, knapp |
| 2-DIN-Blende bündig | 2 | 70 mm | ja |
| Clio-II-Doppel-Pod | 2 | 88,5 mm | ja |
| 1-DIN-Blende mit Ablagefach | 2 | 124 mm | ja |
Die Abstände gelten für die 52-mm-Varianten. Die Varianten „breit“ der Fahrzeugblenden (Volvo 240, Käfer, Polo 9N, T2, Astra G, W123) sind für 52-mm-Gehäuse gemacht; ein Defi 60 passt dort nicht, egal wie breit der Abstand ist. Nur der Polo 9N hat zusätzlich eine eigene Variante für ein einzelnes 60-mm-Instrument. Für ein 60-mm-Gehäuse brauchst du eine Variante mit 60,4 mm Bohrung, wie sie zum Beispiel der MX-5-NA-Pod hat.
So misst du richtig
- Frontring: mit dem Messschieber an der breitesten Stelle, also außen über den Ring.
- Gehäuse: direkt hinter dem Ring. Es entscheidet, ob du die 52- oder die 60-mm-Bohrung brauchst.
- Bautiefe: steht im Datenblatt des Instruments; sie bestimmt die Tiefenvariante.
Wie genau gedruckte Bohrungen ausfallen, zeigt der Toleranz-Testring.
Typische Fehler
- Nur das Gehäuse gemessen: Ein Instrument mit 52-mm-Gehäuse kann einen Ring von über 58 mm haben.
- „60 mm“ falsch verstanden: Beim Defi ist das das Gehäuse, nicht nur der Ring.
- Abstand der Standardvariante zu knapp: Bei 55,5 oder 58 mm Abstand passen zwei Defi 52 nicht nebeneinander – die Variante „breit“ nehmen.
- Ringe stoßen trotz passender Zahl: Wer bei 58,5 oder 59,5 mm Abstand Ringe von 58,3 mm einsetzt, hat kaum Luft; Instrumente gerade einsetzen und nicht verkanten.
Prüfen, ob zwei oder drei Instrumente nebeneinander passen
- Mit dem Messschieber den Außendurchmesser des Frontrings messen, an der breitesten Stelle.
- Zusätzlich das Gehäuse direkt hinter dem Ring messen: Es bestimmt die Bohrung (52 oder 60 mm).
- Auf der Produktseite nachsehen, wie groß der Frontring höchstens sein darf (= Mittenabstand).
- Ist der Ring größer, die Variante „breit“ nehmen, falls es sie gibt, oder einen Pod mit größerem Abstand wählen.
Häufige Fragen
Was ist der Frontring?
Der vordere Ring um das Glas des Instruments, oft verchromt oder schwarz. Er liegt vorn auf dem Pod auf und ist breiter als das Gehäuse dahinter.
Warum passt ein Defi 52 nicht in jede Doppelblende?
Sein Frontring ist 58,3 mm breit. Liegen die Bohrungen enger, zum Beispiel 55,5 oder 58 mm auseinander, stoßen die Ringe aneinander. Dafür gibt es bei mehreren Fahrzeugblenden die Variante „breit“ mit 59 mm Abstand.
Ist ein 60-mm-Instrument nur vorne größer?
Beim Defi nicht: Laut Handbuch meint „Gauge size“ den Gehäusedurchmesser. Ein Defi 60 hat also ein 60-mm-Gehäuse und braucht eine Bohrung von 60,4 mm, sein Frontring misst 66,3 mm. Bei anderen Herstellern bitte selbst messen.
Welche Maße haben andere Marken?
Dazu haben wir keine belegten Herstellerangaben. Miss den Frontring deines Instruments mit dem Messschieber; Maßzeichnungen in der Anleitung des Herstellers sind die beste Quelle.
Gibt es die breite Variante für jede Blende?
Nein. Sie gibt es dort, wo sie in den Schacht passt: bei den Blenden für Volvo 240, VW T2, VW Käfer, VW Polo 9N, Opel Astra G und Mercedes W123. Bei den anderen steht der zulässige Frontring auf der Produktseite.
Stand: 2. November 2026





