Modellbahn-Zubehör nach NEM: Druckdateien für Z, N, TT und H0 mit Maßen aus der Norm

3D-Druck-Dateien für Modellbahn-Zubehör nach NEM für Z, N, TT und H0: Lehren, Bahnsteigkanten, Tunnelportale, Kabeltröge und Ladegut. Die Maße stammen aus den aktuellen NEM-Ausgaben und belegten Vorbildmaßen, und jede Konstruktion gibt es in allen sinnvollen Nenngrößen. Die kostenlose Prüflehre druckst du am besten zuerst.

Welches Zubehör passt zu meiner Nenngröße und meinem Gleis?

Die Teile folgen der Norm, nicht einem Gleis- oder Fahrzeughersteller. Es gibt vier Nenngrößen nach NEM 010: Z (1:220, Spurweite 6,5 mm), N (1:160, 9 mm), TT (1:120, 12 mm) und H0 (1:87, 16,5 mm). Pro Konstruktion gibt es ein Modell, die Nenngrößen sind Varianten, du lädst also nur deine. Z gibt es nur dort, wo das kleinste Merkmal im Modell mindestens 0,5 mm groß bleibt; bei den Lehren geht das fast immer, bei Details meist nicht.

Die Maße stammen aus den aktuellen NEM-Ausgaben (Lichtraum NEM 102 von 2019, Fahrzeughülle NEM 301 und Gleisabstand NEM 112 von 2024) oder aus belegten Vorbildmaßen, geteilt durch den Maßstab. Auf jeder Produktseite steht, welche Quelle gilt; Schätzwerte sind als Schätzung gekennzeichnet.

Teile neben dem Gleis beziehen sich auf die Schienenoberkante. Wie hoch sie über der Anlagenplatte liegt, hängt vom Gleissystem und vom Gleisbett ab; einen einheitlichen belegten Wert haben wir nicht. Deshalb stehen die Teile mit dem Fuß direkt auf der Platte bzw. dem Gleisbett (Höhenversatz 0) und sind nicht auf ein bestimmtes Gleissystem zugeschnitten. Liegt die Schienenoberkante bei deinem Gleis höher, miss die Höhe nach und unterlege das Teil entsprechend.

Was es gibt: Lehren, Bahnsteigkanten, Tunnelportale, Kabeltröge und Ladegut

Lehren und Bauteile (Klasse A): eine Lichtraum- und Fahrzeug-Prüflehre, eine Gleisabstands-Lehre nach NEM 112, eine Querschnittslehre für den Bahnkörper nach NEM 122 und eine Bogen-Lichtraumlehre nach NEM 103 (nur für Radien, für die die Tabelle der Norm einen Wert nennt). Dazu Bahnsteigkanten-Module für Bahnsteighöhen von 38, 55, 76 und 96 cm, Tunnelportale als Rechteck oder Gewölbe, ein- und zweigleisig, ein Unterführungsrahmen, ein Lademaß-Portal für die Ladestraße und Prellböcke.

Details (Klasse B): Kabeltröge deutscher Bauart in den Größen I, II, III, IIIa und IV mit Ecken und Deckeln, Schaltkästen in neutraler Form, Kabeltrommeln, EUR-Paletten, 200-l-Fässer, Gitterboxen und IBC als Ladegut. Sie sind maßstäblich klein und deshalb am besten in Resin gedruckt. Bei Prellböcken, Schaltkästen, Gitterboxen und IBC sind die Vorbildmaße nur geschätzt; das steht dann ausdrücklich dabei.

Bahnsteigkanten liegen standardmäßig an der NEM-Grenze (Kante bei BL3/2, Höhe bis HL1). 38, 76 und 96 cm stammen aus § 13 der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO); 55 cm kommt in Regionalnetzen als Ausnahme vor. Eine vorbildnähere Kantenlage mit etwa 1,65 m Abstand zur Gleismitte, in H0 rund 2 mm näher an der Gleisachse, gibt es als zweite Variante; prüfe sie vor dem Einbau mit der Prüflehre. Nichts davon führt Strom. Die Reihe erscheint nach und nach; welche Dateien schon da sind, zeigt die Liste auf dieser Seite.

Warum die Norm-Maße zählen: Lichtraum, Fahrzeughülle und die Prüflehre

Alles, was neben oder über dem Gleis steht, muss den Fahrzeugen Platz lassen und darf sie nicht berühren. Diesen Raum legt NEM 102 als Lichtraum fest: Für H0 ist er laut Ausgabe 2019 höchstens 48 mm breit und 57 mm hoch (ohne Oberleitung); Bahnsteig- und Rampenkanten dürfen im unteren Bereich bis 11 mm Höhe bis auf 21 mm an die Gleisachse heran. Die Fahrzeuge selbst bleiben nach NEM 301 (Ausgabe 2024) innerhalb ihrer Fahrzeughülle, in H0 höchstens 40 mm breit und 55 mm hoch.

Dazwischen bleibt wenig Spielraum, und die Ausgaben der Norm unterscheiden sich: In einer älteren Ausgabe stand für die Gesamthöhe in H0 noch 59 mm statt 57 mm. Wer nach einer älteren Tabelle arbeitet, bekommt andere Werte. Wir arbeiten mit den aktuellen Ausgaben und nennen die Ausgabe bei jedem Maß.

Deshalb gibt es die Prüflehre kostenlos, und am besten druckst du sie zuerst: eine Platte je Nenngröße mit einer Öffnung für den Lichtraum nach NEM 102 und einer für die Fahrzeughülle nach NEM 301, dazu Messnasen für Kantenabstand und Höhe von Bahnsteigen und Rampen. Damit prüfst du, ob ein Fahrzeug oder Ladegut durch die Öffnung passt und ob Kante und Höhe deines Bahnsteigs im Rahmen der Norm liegen, bevor du ein Portal oder einen Bahnsteig druckst. Sie ist ein Hilfsmittel: Wie genau sie wird, hängt von deinem Drucker ab.

FDM oder Resin?

Lehren und Bauteile (Klasse A) druckst du mit FDM in PLA und einer 0,4-mm-Düse, am besten mit feiner Schichthöhe (z. B. 0,12 mm), damit Kanten und Profile sauber werden. Die Teile sind für den Druck ohne Stützen gedacht: Lehren liegen flach, Portale werden mit der Front nach unten gedruckt. Die Wandstärke liegt bei mindestens 1,6 mm.

Details (Klasse B) wie Kabeltröge, Kabeltrommeln, Paletten und Fässer sind maßstäblich klein, ihre Wände dünner als 1,6 mm (mindestens 0,6 mm). Dafür empfehlen wir Resin. In H0 und TT geht auch FDM mit einer 0,2-mm-Düse und etwa 0,08 mm Schichthöhe. Varianten, die nur in Resin sinnvoll sind, heißen „N (nur Resin)“; in Z gibt es Details meist gar nicht, weil das kleinste Merkmal unter 0,5 mm läge.

Bei Resin: Handschuhe tragen, die Herstellerhinweise des Harzes beachten und die Teile vollständig aushärten. Jede Variante enthält die Einzelteile und dazu eine Sammelplatte, auf der alle Teile einer Nenngröße mit 3 mm Abstand auf einer Druckfläche liegen.

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Häufige Fragen

Welche Nenngröße habe ich, und welche Varianten gibt es?

Die Nenngröße steht meist auf der Packung von Fahrzeugen und Gleis (Z, N, TT, H0). Zur Kontrolle misst du die Spurweite zwischen den Innenkanten der Schienenköpfe: 6,5 mm sind Z, 9 mm N, 12 mm TT, 16,5 mm H0. Die Spurweite allein reicht nicht immer, denn dieselbe Weite gibt es auch bei anderen Maßstäben (zum Beispiel beim britischen OO); unsere H0-Teile sind auf 1:87 gerechnet. Welche Nenngrößen es je Teil gibt, steht auf der Produktseite; Z nur dort, wo das kleinste Merkmal mindestens 0,5 mm groß bleibt.

Passt das Zubehör zu meinem Gleis?

Es passt zur Norm, nicht zu einem bestimmten Gleissystem. Alle Teile neben dem Gleis beziehen sich auf die Schienenoberkante, und wie hoch sie über der Platte liegt, hängt vom Gleissystem und vom Gleisbett ab. Die Teile stehen deshalb mit dem Fuß auf der Platte bzw. dem Gleisbett (Höhenversatz 0). Miss an deinem Gleis nach und unterlege ein Teil bei Bedarf. Mit der kostenlosen Prüflehre kannst du vorab prüfen, ob Lichtraum und Kantenabstand zu deinem Aufbau passen.

FDM oder Resin: was brauche ich?

Lehren und Bauteile gehen mit FDM in PLA (Düse 0,4 mm). Kleine Details wie Kabeltröge, Kabeltrommeln oder Fässer sind besser in Resin; in H0 und TT geht auch FDM mit einer 0,2-mm-Düse. Varianten, die nur in Resin sinnvoll sind (etwa „N (nur Resin)“), sind entsprechend benannt. Bei Resin: Handschuhe tragen, die Herstellerhinweise des Harzes beachten und die Teile vollständig aushärten.

Warum gibt es die Prüflehre gratis, und warum soll ich sie zuerst drucken?

Weil sie das Passungsrisiko für alle anderen Teile senkt. In deiner Nenngröße zeigt sie den Lichtraum nach NEM 102 (Ausgabe 2019) und die Fahrzeughülle nach NEM 301 (Ausgabe 2024) sowie Abstand und Höhe, bis zu denen Bahnsteig- und Rampenkanten ans Gleis heranreichen dürfen. Passt ein Fahrzeug oder Ladegut nicht hindurch, weißt du das, bevor du ein Portal oder einen Bahnsteig druckst.

Darf ich Drucke verkaufen?

Die Lizenz ist privat: Du druckst die Teile für deine eigene Anlage. Der gewerbliche Verkauf von Drucken ist nur mit einer Vereinbarung möglich.

Führt etwas Strom, und funktioniert etwas?

Nein. Nichts führt Strom und nichts hat eine Funktion: Schaltkästen, Kabeltröge und ähnliche Teile sind Attrappen. Beleuchtung, Antriebe und elektrische Gleisanschlüsse gehören nicht zu dieser Reihe.

Sind die Teile getestet, und wie verlässlich sind die Maße?

Unsere Teile sind noch nicht an einer Anlage getestet. Je nach Teil sind die Maße aus einer NEM-Ausgabe übernommen (die Ausgabe steht dabei), aus belegten Vorbildmaßen geteilt durch den Maßstab oder geschätzt; Schätzungen sind als „Schätzung, nicht vorbildgenau“ gekennzeichnet. Wo Quellen voneinander abweichen, weisen wir darauf hin. Wie genau die Teile bei dir werden, hängt von deinem Drucker ab; die kostenlose Prüflehre klärt das vorab. Das Zubehör steht in keiner Verbindung zu Bahngesellschaften, Fahrzeug- oder Gleisherstellern oder zum Herausgeber der Normen.

Warum gibt es keine Teile für bestimmte Fahrzeuge, Gleissysteme oder Kupplungen?

Solche Teile müssten auf Zehntelmillimeter zu herstellerspezifischen Maßen passen. Diese Maße sind meist nicht öffentlich, und bei Radsätzen und Spurführung liegen die Toleranzen bei 0,1 bis 0,2 mm, enger, als ein FDM-Drucker verlässlich hält. Deshalb bauen wir nur Teile, die an Norm- oder Vorbildmaße gebunden sind und ohne Passung an fremde Teile auskommen: Lehren, Bauwerke und Ausstattung neben dem Gleis. Aus demselben Grund nennen wir keine Fahrzeuge oder Hersteller.

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