Gauge Pod ohne Bohren: Becherhalter, Düse, Lenksäule, Armaturenbrett oder Käfig?

Wo kann ich ein 52-mm-Zusatzinstrument einbauen, ohne zu bohren?

Am einfachsten im Becherhalter: Der Pod steckt dort ohne Werkzeug und trägt auch schwere Instrumente. Bündig wie ab Werk geht es in einer runden Lüftungsdüse. Direkt im Blickfeld sitzt es auf der Lenksäulenverkleidung oder oben auf dem Armaturenbrett (mit VHB-Band geklebt), im Motorsport am Überrollbügel. Tabu sind die Unterseite der Lenksäule (Knieairbag), die Beifahrerairbag-Klappe und der Kopfaufschlagbereich.

Render eines Doppel-Gauge-Pods für den Becherhalter mit zwei 52-mm-Instrumenten, 45° geneigt
Render: Magmacode
Becherhalter
Ø 70–85 mm, 1 oder 2 Instrumente, 45° geneigt
Runde Düse
Gehäuse innen Ø 60–80 mm, bündig
Lamellen-Clip
Lamelle 1,5 / 2,5 / 3,5 mm, nur leichte Instrumente
Lenksäule
Radius 45 / 70 / 120 mm, nur oben (Knieairbag)
Armaturenbrett
Neigung 60 / 75 / 90°, nur ASA/ABS, nur Fahrerseite
Überrollbügel
Rohr Ø 30–60 mm, Schlauchschellen, nicht im Kopfaufschlagbereich

Die Einbauorte im Vergleich

Einbauort Befestigung Instrumente Vorher messen Grenze
Becherhalter steckt, 6 Quetschrippen 1 oder 2 × 52 mm, 45° Innen-Ø des Becherhalters (70–85 mm) Becherhalter ist belegt
Runde Lüftungsdüse klemmt statt Düsenkopf 1 × 52 mm, bündig Innen-Ø des Düsengehäuses (60–80 mm) Düse bläst nicht mehr
Lamellen-Clip Klemmbacken auf der Lamelle 1 × 52 mm, leicht Lamellendicke (1,5 / 2,5 / 3,5 mm) nur 80–150 g
Lenksäule VHB-Band auf Sattel 1 oder 2 × 52 mm, 75° Radius der Verkleidung (einzeln 45 / 70 / 120 mm, doppelt 100 / 150 / 250 mm) nur oben, nie darunter
Armaturenbrett VHB-Band auf Sockel 1 oder 3 × 52 mm, oder Kugelgelenk Neigung (60 / 75 / 90°) bzw. frei ±40° nur ASA/ABS, nur Fahrerseite
Überrollbügel V-Block, 2 Schlauchschellen 1 × 52 mm nichts (Rohr Ø 30–60 mm) nicht im Kopfaufschlagbereich

Die Pods sind für Instrumente mit 52-mm-Gehäuse gemacht. Ein größerer Frontring liegt vorne auf; bei Doppel- und Dreifach-Pods begrenzt der Abstand der Instrumente seine Größe. Für Instrumente mit 60-mm-Gehäuse bekommen die Universal-Pods nach und nach eigene Varianten mit 60,4 mm Bohrung, zuerst der Armaturenbrett-Pod; ob es sie gibt, steht auf der jeweiligen Produktseite. Mehr dazu im Artikel 52 oder 60 mm.

Becherhalter: der einfachste Weg

Der Pod steckt im Becherhalter, sechs Quetschrippen gleichen ±0,5 mm aus, ein Sockel trägt den Becher über die ganze Breite. So sitzen auch schwere mechanische Instrumente ruhig. Das Kabel läuft hinten über den Rand. Es gibt ihn für ein oder zwei Instrumente; den Innendurchmesser misst du mit dem Messschieber.

Lüftungsdüse: bündig oder geklemmt

Bei runden Düsen, deren Kopf sich herausnehmen lässt, sitzt der Pod an dessen Stelle im Gehäuse, das Instrument bündig in der Front, gehalten von Quetschrippen. Die Düse bläst danach nicht mehr – nimm keine Düse, die du zum Freihalten der Frontscheibe brauchst, und keine in einer Airbag-Klappe.

Bei Lamellendüsen steckt ein Clip auf einer Lamelle. Das ist in Sekunden umgesteckt, trägt aber nur leichte Instrumente; vor jeder Fahrt den Sitz prüfen.

Render des Pods für runde Lüftungsdüsen mit bündig eingesetztem 52-mm-Instrument

Render: Magmacode

Lenksäule: direkt hinter dem Lenkrad

Der Pod klebt oben auf der Lenksäulenverkleidung, das Instrument ist 75° zum Fahrer geneigt. Der Sattel folgt der Rundung; es gibt ihn für 45, 70 und 120 mm Radius. Den Radius deines Autos kennen wir nicht – du misst ihn selbst: ein Stück Pappe an die Verkleidung halten, die Rundung nachzeichnen und vergleichen. Im Zweifel den größeren Radius nehmen, das Klebeband gleicht etwas aus.

Für zwei Instrumente gibt es einen Doppel-Pod: beide 75° geneigt und je 6° zur Mitte gedreht. Seine Schale folgt der Verkleidung mit 100, 150 oder 250 mm Radius und braucht eine Klebefläche von rund 120 × 70 mm. Er passt deshalb nur auf breite, eher flache Verkleidungen (mindestens 120 mm breit) und verdeckt mehr vom Kombiinstrument als der Einzel-Pod. Schmale, stark gewölbte Verkleidungen: Einzel-Pod nehmen.

Nie unter der Lenksäule montieren: Dort sitzt in vielen Autos der Knieairbag. Der Pod darf außerdem weder die Sicht auf Tacho und Warnleuchten noch die Lenkradverstellung behindern.

Render des Lenksäulen-Pods mit Sattel für die Verkleidung und 52-mm-Instrument

Render: Magmacode

Armaturenbrett: einzeln, zu dritt oder mit Kugelgelenk

Oben auf dem Armaturenbrett sitzt das Instrument am besten im Blickfeld. Drei Neigungen (60, 75, 90°) gleichen die Schräge aus. Der Dreifach-Pod fächert die äußeren Instrumente um 12° zum Fahrer, ist 203 mm breit, wiegt 170 g und braucht ein 220-mm-Druckbett.

Wer den Winkel frei wählen will, nimmt den Kugelgelenk-Pod: ein Set aus Becher mit Kugel und Klebesockel (50 × 40 mm), die Pfanne wird mit einer M3-Schraube festgeklemmt. Das Gelenk schwenkt ±40°, so lässt sich das Instrument auf flachem Armaturenbrett von waagerecht bis fast senkrecht ausrichten, auch an senkrechten Flächen. Klemmkraft und Einclipsen sind bisher nur berechnet, nicht gedruckt getestet. An die A-Säule nur in Autos ohne Kopf-/Vorhangairbag und nie in den Bereich, in dem der Kopf bei einem Unfall aufschlagen kann.

Hier wird es heiß: im Sommer bis etwa 89 °C. Nur ASA oder ABS – Details im Artikel PETG oder ASA im Auto. Nur auf der Fahrerseite kleben, nie auf oder vor der Beifahrerairbag-Klappe, und die Sicht durch die Frontscheibe frei lassen.

Render des Dreifach-Pods für das Armaturenbrett mit drei gefächerten 52-mm-Instrumenten

Render: Magmacode

Überrollbügel und Käfig

Ein 90°-V-Block zentriert sich auf jedem Rohr von Ø 30 bis 60 mm, zwei Schlauchschellen (9–12 mm Band) halten ihn. Ein Streifen Gummi- oder TPU-Band in der V-Nut verhindert Verdrehen und schützt den Lack. Nicht im Kopfaufschlagbereich von Fahrer oder Beifahrer montieren, vorgeschriebene Käfigpolster nicht entfernen; im Motorsport gelten die Regeln deiner Serie.

Zubehör: Blendschutz und Rückabdeckung

  • Blendschutz-Haube: wird vorn auf den Becher gesteckt und schirmt die Skala gegen Sonne von oben ab (Schale 28 mm). Varianten für Becher Ø 57, 58,8, 61 und 63 mm – 58,8 mm passt auf unsere Pods. Am besten in ASA.
  • Rückabdeckung: Kappe für die offene Rückseite eines Bechers mit 12 mm Platz für Anschlüsse. Das Kabelloch (Ø 9 mm) hat einen 4-mm-Schlitz, so geht die Kappe aufs fertig verkabelte Instrument. Schlitz nach unten drehen.

Beide passen auch auf fremde Becher und Ringe mit Ø 57–63 mm; den Außendurchmesser misst du vorher.

Render der Blendschutz-Haube auf einem 52-mm-Instrumentenbecher

Render: Magmacode

Kein Rundinstrument?

Für Boost-Controller-Bedienteile, OBD-Displays oder Shift-Lights ohne eigenen Halter gibt es einen Universal-Halter zum Einschieben (60–100 mm breit, bis 14 oder 22 mm dick), der mit VHB-Band klebt. Für ihn gelten dieselben Regeln: nicht auf Airbag-Klappen, nicht ins Sichtfeld der Frontscheibe, auf dem Armaturenbrett nur ASA oder ABS.

Sicherheit in Kürze

  • Knieairbag: nichts unter die Lenksäule oder vor die Knie.
  • Beifahrerairbag: nichts auf oder vor die Klappe; Armaturenbrett-Pods nur auf der Fahrerseite.
  • Vorhangairbag: keine universellen A-Säulen-Pods – siehe Gauge Pods und Airbags.
  • Kopfaufschlag: am Käfig nicht in Kopfhöhe von Fahrer oder Beifahrer.
  • Bedienelemente, Warnleuchten und die Sicht nach vorn bleiben frei; geklebte und geklemmte Pods vor der Fahrt prüfen.

Gauge Pod mit VHB-Band kleben (Lenksäule, Armaturenbrett)

  1. Klebestelle mit Isopropanol entfetten; bei genarbter Oberfläche Haftvermittler (z. B. 3M Primer 94) auftragen.
  2. Kabel von vorne durch die Stütze fädeln, Instrument einsetzen, M3-Madenschraube handfest anziehen.
  3. VHB-Band auf Sattel bzw. Sockel kleben, Pod ausrichten und 30 Sekunden fest andrücken.
  4. 24 Stunden aushärten lassen, dann vor der ersten Fahrt den festen Sitz prüfen.

Häufige Fragen

Welcher Einbauort ist der beste?

Für den Anfang der Becherhalter: kein Kleben, kein Werkzeug, auch schwere Instrumente. Wer das Instrument direkt im Blickfeld will, nimmt Lenksäule oder Armaturenbrett. Wer es unauffällig wie ab Werk will, die runde Lüftungsdüse.

Passt mein Instrument (Defi, Prosport, VDO …)?

Wenn es ein 52-mm-Gehäuse hat (Normmaß 52,39 mm), ja – egal von welchem Hersteller. Unsere Bohrung hat 52,79 mm. Viele 60-mm-Instrumente haben nur einen 60-mm-Frontring auf einem 52-mm-Gehäuse; der Ring liegt dann vorne auf. Für Instrumente mit 60-mm-Gehäuse braucht es eine eigene 60-mm-Variante; welche Pods sie haben, steht auf der Produktseite. Im Zweifel mit dem Messschieber messen und den Toleranz-Testring drucken.

Welches Material soll ich nehmen?

Oben auf dem Armaturenbrett nur ASA oder ABS, dort wird es im Sommer bis etwa 89 °C heiß. Im Schatten (Becherhalter, Düse, Lenksäule, Käfig) reicht PETG. PLA ist im Auto ungeeignet.

Was ist der Toleranz-Testring?

Ein kleiner Druck mit drei Ringen (+0,2, +0,4 und +0,6 mm Spiel), der jedem Pod beiliegt. Der Ring, in den dein Instrument ohne Kraft und ohne Wackeln passt, zeigt, ob unsere Bohrung zu deinem Drucker passt.

Kann ich einen Pod an die A-Säule setzen?

Nur in Autos ohne Vorhang- bzw. A-Säulen-Airbag, und dann mit einem Pod für genau dieses Modell. Einen universellen A-Säulen-Pod bieten wir deshalb nicht an.

Mein Instrument ist schwer – wohin damit?

In den Becherhalter- oder Armaturenbrett-Pod. Der Lamellen-Clip ist nur für leichte Instrumente (typisch 80–150 g) gedacht.

Wie lange dauert der Druck?

Bei unseren Einstellungen (0,2 mm Schicht) von rund 1 Stunde (Blendschutz) bis gut 13 Stunden (Dreifach-Pod fürs Armaturenbrett). Einzel-Pods liegen meist bei 2,5 bis 8 Stunden. Die genaue Zeit steht auf jeder Produktseite.

Stand: 31. Oktober 2026

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